Ein besonders wichtiger und köstlicher Teil Eurer Hochzeit ist das Essen! Die meisten Entscheidungen trefft Ihr hier – im wahrsten Sinne des Wortes – ganz nach Eurem Geschmack. Viele Paare stellen sich aber vor allem eine Frage: Büfett oder Menü? Wir haben mit einem Experten über Vor- und Nachteile gesprochen.

Jürgen Mohr von Catering by Mohr
Er findet: „Ein Caterer zu sein, heißt nicht nur, eine Karte zu erstellen, auf der jemand etwas ankreuzt. Stattdessen ist man die Karte in Person und kümmert sich um den Menschen und um die Individualität. Das ist das, was wir leben wollen: verstehen und dann beraten!“
Rahmenbedingungen klären
Neben Euren persönlichen Vorlieben spielen beim Festmahl praktische Überlegungen eine Rolle. Zum Beispiel hat Eure Party-Location großen Einfluss auf Euer Hochzeitsessen. Der Experte erklärt:
„Bin ich auf einer freien Wiese, habe ich keine Küche. Das bedeutet, dass ich kein Menü anbieten kann. Man kann natürlich Akzente setzen und beispielsweise einen Vorspeisenteller oder ein Dessert am Tisch servieren. Aber wenn es um den warmen Part geht, muss die Location die Voraussetzungen dafür bieten, damit man ein Menü anbieten kann.“
Daran anschließend ist wichtig, wie viele Personen es sein werden. Zwar könne man theoretisch auch bei mehr als 70 Gästen ein Menü anbieten, allerdings sprenge dies in der Praxis oft den Rahmen im Hinblick auf Küche, Arbeitsflächen und Servicepersonal, warnt der Caterer. Er findet:
„Ein Menü macht nur dann Sinn, wenn ich die richtige Küche habe und das Brautpaar sich die Zeit zum Essen nehmen und das zelebrieren möchte. Wenn es nicht darauf aus ist, mit einer großen Party zu feiern, sondern vielleicht eher mit einer Varieté-Show und ein wenig Musik, aber vor allem viel Wert darauf legt, den Moment des Essens in Perfektion zu zelebrieren.“
Dem gegenüber steht das Büfett. Hier ist von Vorteil, dass beispielsweise kalte Gerichte vorab zubereitet werden können. So seid Ihr nicht zwingend auf eine Küche angewiesen. Ein weiterer Pluspunkt: Auch eine große Menge an Gästen kann gleichzeitig speisen. Außerdem kann man leicht auf besondere Wünsche oder Unverträglichkeiten eingehen.
Profi-Tipp für’s Büfett
„Ein perfektes Hochzeitsbüfett macht aus, es nicht seinem Schicksal zu überlassen. Eine Büfett-Betreuung macht den Unterschied: eine Person, die aufschneidet, Essen nachlegt, Fragen klärt. So setzt man dem Ganzen ein Krönchen auf.“

Die Mischung macht’s
Wenn Ihr Euch nicht zwischen Menü und Büffet entscheiden könnt, ist das nicht schlimm. Im Gegenteil: Eine Kombination ist in vielen Fällen eine gute Idee. Das empfiehlt der Caterer:
„Oft ist bei einem reinen Büfett das Problem, dass nur etwa 50 Prozent der Gäste sich zuerst an den Vorspeisen bedienen. Die Männer gehen häufig alle direkt ans Warme. Lösen lässt sich das zum Beispiel, indem man die Vorspeisen am Tisch reicht. So habe ich als Gast nicht das Gefühl, dass ich zu spät sein und nichts bekommen könnte. Denn, bevor es ans Büfett geht, habe ich bereits ein gewisses Sättigungsgefühl. Damit verleiht man dem Fest insgesamt eine höhere Qualität.“
Auf die Plätze
Es ist endlich so weit, der erste Termin bei einem Caterer steht! Nun seid Ihr bestimmt aufgeregt und fragt Euch, wie Ihr Euch darauf am besten vorbereitet. Das rät der Experte:
„Meine Empfehlung ist: Kommt zum Profi, er stellt Euch die richtigen Fragen und danach habt Ihr ein Gefühl dafür, was Euch erwartet, und bekommt ein Angebot. Erst dann geht es an die Details und die Feinjustierung. Es bedarf also erst einmal keiner Vorbereitung für das erste Gespräch. Indem ich Euch die richtigen Fragen stelle, finden wir heraus, was Ihr möchtet.“

Vegan, Glutenfrei & Co.
Fragt Eure Gäste in der Einladung nach Unverträglichkeiten! Wichtig ist, dass alle satt und glücklich werden. Bemüht Euch daher darum, leckere Alternativen zu servieren! Oder wie der Profi sagt: „Veganer sind keine Beilagen.“
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