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Styling & Schmuck · Kurz & konkret

Rainbow of Diamonds

Natürliche Diamanten in reinen, kräftigen Farben, die sogenannten Fancy Diamonds, sind besonders selten und entsprechend wertvoll. Wir erklären, wie sie entstehen und nach welchen Kriterien sie bewertet werden.
Von Sabina Rahman10.09.20262 Min. Lesezeit
Gelber Fancy-Diamant im Kissenschliff vor schwarzem Hintergrund
Foto: Darla Sondrol / GeoDIL (CC0)

Von sanftem Gelb, Braun oder Grau über kräftiges Rot, Pink oder Orange bis hin zu tiefem Blau, Grün, Violett oder Schwarz: Die Natur bringt Diamanten in vielen faszinierenden Nuancen hervor – jedoch deutlich seltener als ihre farblosen beziehungsweise leicht getönten Verwandten, die in die Farbklassen D bis Z eingeteilt werden. Schätzungen zufolge weist nur einer von 10 000 geschliffenen Diamanten eine Fancy-Farbe auf. Besonders rar machen sich rote und grüne Varianten, am häufigsten finden sich braune Steine.

Woher kommen Fancy-Farben?

Bunte Diamanten sind eine Laune der Natur, entstehen aber nicht grundlos: Für jede Farbe gibt es eine bestimmte Ursache, etwa im Stein enthaltene Spurenelemente oder strukturelle Unvollkommenheiten im Kristallgitter, wodurch einzelne Lichtanteile absorbiert werden.

  • Gelb und Orange: enthalten eingelagerte Stickstoffatome
  • Braun: entsteht durch Defekte im Kristallgitter oder seltener durch Stickstoffeinlagerungen
  • Blau: enthält Spuren von Bor
  • Grün: wurde jahrtausendelang durch natürliche Radioaktivität im Erdinneren bestrahlt
  • Rot, Pink & Rosa: vermutlich verursacht durch plastische Verformungen im Kristallgitter

Schon gewusst?

Farbe aus dem Labor: Farbige Diamanten können auch künstlich behandelt oder synthetisch hergestellt werden, um die gewünschte Farbe zu erreichen. Dies geschieht durch Bestrahlung, Hochdruck-Hochtemperatur-Behandlung (HPHT) oder chemische Gasphasenabscheidung (CVD). Labor-Fancies müssen als behandelte Diamanten gekennzeichnet werden und sind in der Regel deutlich weniger wertvoll als ihre Pendants aus der Natur.

So werden farbige Diamanten bewertet

Weil sie sich so selten blicken lassen, sind unbehandelte Fancies oft erheblich teurer als farblose Diamanten gleicher Größe und Qualität. Kein Wunder, dass historisch bedeutende farbige Diamanten bei Auktionen Rekordpreise erzielt haben! Wie wir es von der Bewertung „normaler“ Diamanten kennen, ziehen Fachleute auch bei Fancy Diamonds die sogenannten 4 Cs (Carat, Color, Clarity, Cut) zurate, wobei – klar! – der Farbe und speziell der Farbintensität die Hauptrolle zukommt: je intensiver und seltener die Kolorierung, desto wertvoller der Stein. Entsprechend gibt es ein eigenes Bewertungssystem für farbige Diamanten, die als Faint, Very Light, Light, Fancy Light, Fancy, Fancy Intense, Fancy Vivid, Fancy Deep oder Fancy Dark klassifiziert werden.

Brautpaar bei einer Hochzeit
Foto: Jelena Moro
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