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Wedding Hub · Ratgeber

Der Pilot schläft nicht

Die Flitterwochen sind für viele frisch verheiratete Paare die erste große gemeinsame Reise als Ehepaar. Ob Traumstrände in der Karibik, aufregende Metropolen oder exotische Naturparadiese – oft führt der Weg in den Honeymoon mit dem Flugzeug ans Ziel. Doch rund ums Fliegen ranken sich zahlreiche Mythen, die für Verunsicherung sorgen. Wir nehmen die bekanntesten Annahmen unter die Lupe und klären, was wirklich stimmt.
Von braut.de11.09.20265 Min. Lesezeit
Panoramablick über die grüne Berg- und Küstenlandschaft von Mauritius
Foto: Balate.Dorin/Shutterstock.com

Die Flitterwochen sind für viele frisch verheiratete Paare die erste große gemeinsame Reise als Ehepaar. Ob Traumstrände in der Karibik, aufregende Metropolen oder exotische Naturparadiese – oft führt der Weg in den Honeymoon mit dem Flugzeug ans Ziel. Doch rund ums Fliegen ranken sich zahlreiche Mythen, die für Verunsicherung sorgen. Wir nehmen die bekanntesten Annahmen unter die Lupe und klären, was wirklich stimmt.

Turbulenzen sind gefährlich

Viele Passagiere bekommen bei Turbulenzen Herzklopfen, doch eines vorweg: Flugzeuge sind darauf ausgelegt, selbst starke Turbulenzen problemlos zu überstehen. Moderne Maschinen sind extrem robust und die Piloten darauf geschult, sie sicher durch unruhige Luftströmungen zu manövrieren. Also: Fest anschnallen und tief durchatmen – gefährlich sind Turbulenzen nicht!

Die Luft macht krank

Der Mythos, dass man durch die Kabinenluft besonders leicht krank wird, hält sich hartnäckig. Tatsächlich wird die Luft im Flugzeug durch spezielle HEPA-Filter gereinigt, die bis zu 99,9 Prozent der Viren und Bakterien herausfiltern. Das Problem ist eher die geringe Luftfeuchtigkeit, die die Schleimhäute austrocknet. Daher hilft es, viel Wasser zu trinken und eine Nasensalbe oder einen Lippenbalsam zu nutzen.

Toiletten werden entleert

Keine Sorge – alles, was in der Bordtoilette landet, bleibt auch im Flugzeug. Das Abwassersystem sammelt die Abfälle in speziellen Tanks, die erst nach der Landung entleert werden. Es gibt also keine „fliegenden Überraschungen“ am Himmel.

Handys stören

Früher galt das strikte Handyverbot im Flugzeug als unumstößlich. Heute wissen wir: Die meisten modernen Flugzeuge sind so gut abgeschirmt, dass das Signal eines Smartphones keine direkten Auswirkungen auf die Bordelektronik hat. Dennoch wird empfohlen, das Handy in den Flugmodus zu schalten – nicht wegen der Technik, sondern um eine reibungslose Kommunikation zwischen Flugzeug und Bodenverkehr zu gewährleisten.

Günstigste Flugtickets

Viele Reisende schwören darauf, dass Flüge an einem Dienstag oder Mittwoch am billigsten sind. In Wahrheit variieren die Preise je nach Angebot und Nachfrage. Ein guter Trick ist es, die Flugsuche im Inkognito-Modus zu starten, da Webseiten die Suchhistorie speichern und Preise manchmal künstlich anheben können.

Alkohol wirkt stärker

Hier ist tatsächlich etwas dran: Durch den geringeren Sauerstoffgehalt in der Kabine kann der Körper Alkohol langsamer abbauen, sodass man sich schneller beschwipst fühlt. Wer also mit einem Glas Champagner auf die Ehe anstoßen möchte, sollte es vielleicht bei einem Glas belassen.

Unbegrenzt Luft

Im Notfall fallen die Sauerstoffmasken automatisch aus der Decke – doch der mitgeführte Sauerstoff reicht nur für etwa 10 bis 15 Minuten. Das klingt wenig, ist aber ausreichend, da die Piloten das Flugzeug in der Regel innerhalb weniger Minuten auf eine sichere Höhe bringen können, in der normales Atmen wieder möglich ist.

Hinten ist es sicher

Es gibt viele Spekulationen darüber, wo man im Flugzeug am sichersten sitzt. Statistisch gesehen haben hintere Sitzreihen eine etwas höhere Überlebensrate bei Unfällen, doch moderne Flugzeuge sind insgesamt extrem sicher. Wichtig ist, immer den Sicherheitsanweisungen des Bordpersonals zu folgen.

Türen können geöffnet werden

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass sich Flugzeugtüren während des Fluges öffnen lassen. In Wirklichkeit verhindert der hohe Kabinendruck dies – die Türen sind praktisch verriegelt, solange das Flugzeug in der Luft ist. Selbst mit roher Gewalt wäre es unmöglich, sie zu öffnen.

Blitzschläge

Moderne Flugzeuge werden regelmäßig von Blitzen getroffen, aber keine Sorge: Sie sind speziell darauf ausgelegt. Der Strom fließt durch die Außenhülle und verlässt das Flugzeug wieder, ohne Schaden anzurichten. Dank dieser Schutzmechanismen hat seit Jahrzehnten kein Blitzschlag mehr ein Verkehrsflugzeug zum Absturz gebracht.

Piloten haben kein Essen

Es gibt eine Regelung, dass die beiden Piloten unterschiedliche Mahlzeiten essen müssen, um eine Lebensmittelvergiftung auszuschließen. Dennoch bekommen sie reguläres Essen aus der Bordküche – es ist also kein Notfallproviant oder eine spezielle Piloten-Diät.

Rettungsweste aufblasen

Viele glauben, dass es klüger ist, die Rettungsweste bereits im Flugzeug aufzublasen. Das Gegenteil ist der Fall: Eine aufgeblasene Weste kann im Ernstfall die Evakuierung behindern und es erschweren, durch schmale Ausgänge zu gelangen. Deshalb sollte sie erst im Wasser aufgeblasen werden.

Piloten schlafen

Es stimmt, dass Langstreckenflüge von mehreren Piloten durchgeführt werden, die sich abwechseln. In großen Maschinen gibt es sogar spezielle Ruheräume für das Cockpit-Personal. Aber keine Sorge: Während ein Pilot schläft, steuert der andere das Flugzeug – und bei modernen Autopilot-Systemen bleibt das Flugzeug auch ohne direkte Steuerung sicher auf Kurs.

Flugzeuge verlieren Treibstoff

Manchmal hört man, dass Flugzeuge überschüssigen Treibstoff einfach ablassen, bevor sie landen. Das passiert aber nur in seltenen Notfällen, wenn eine Maschine mit vollem Tank landen muss. Normalerweise wird Treibstoff ganz normal während des Flugs verbraucht.

Ein Flugzeug fällt nicht einfach runter

Viele Menschen befürchten, dass ein Flugzeug einfach vom Himmel fallen könnte, wenn die Triebwerke ausfallen. Tatsächlich können moderne Passagierflugzeuge aber im Gleitflug noch viele Kilometer zurücklegen und sicher landen. Ein Beispiel: Eine Boeing 747 kann ohne Antrieb noch über 150 Kilometer weit gleiten.

Dicke Wolken sind gefährlich

Dunkle Wolken sehen zwar bedrohlich aus, aber Piloten sind darauf trainiert, durch sie zu fliegen. Selbst Gewitterzellen können durch moderne Wetterradare rechtzeitig erkannt und umflogen werden.

Jetstream-Einfluss

Jetstreams – starke Höhenwinde – können den Flug eines Flugzeugs beeinflussen, aber nicht gefährlich vom Kurs abbringen. Tatsächlich nutzen Piloten diese Winde oft gezielt, um schneller ans Ziel zu kommen und Treibstoff zu sparen.

Das Bermuda-Dreieck

Seit Jahrzehnten ranken sich Legenden um das Bermuda-Dreieck – eine Region im Atlantik zwischen Florida, Bermuda und Puerto Rico. Zahlreiche Flugzeuge und Schiffe sollen dort angeblich spurlos verschwunden sein. Doch die Wahrheit ist viel unspektakulärer:

-Statistiken zeigen, dass dort nicht mehr Flugzeuge oder Schiffe verschwinden als in anderen vielbefahrenen Gebieten.

-Die meisten Vorfälle lassen sich durch natürliche Ursachen wie starke Stürme, Methangas-Ausbrüche aus dem Meeresboden oder Navigationsfehler erklären.

-Moderne Technologie und GPS machen es heute nahezu unmöglich, einfach "vom Radar zu verschwinden".

Fliegen ist sicherer, als viele glauben, und die meisten Mythen sind entweder übertrieben oder längst widerlegt. Also keine Sorgen machen – genießt die Vorfreude auf Eure Flitterwochen und hebt entspannt ab in Euer gemeinsames Abenteuer!

Brautpaar bei einer Hochzeit
Foto: Jelena Moro
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