Bevor es an den Ringkauf geht, gibt es ein paar wichtige Fragen zu klären. Wir haben das wichtigste Know-how für euch zusammengestellt.
„Muss der Mann den Verlobungsring alleine kaufen?“
Traditionell obliegt es dem Bräutigam, den Antragsring auszuwählen und zu bezahlen – und seine Liebste beim Heiratsantrag damit zu überraschen. Aber ganz ehrlich: Die Regeln eurer Verlobung schreibt nur ihr allein. Viele Paare, für die sich dieses althergebrachte Konzept altmodisch anfühlt, gehen heute gemeinsam auf Ringsuche. Und das bringt sogar Vorteile: Geschmacksverirrungen sind ausgeschlossen und der Verlobungsring kann auf Wunsch bereits auf die Eheringe abgestimmt gewählt werden.
„Wie findet der Bräutigam das perfekte Ringmodell?“
Wer sich für den klassischen Überraschungsantrag entscheidet, hat beim Ringkauf die Qual der Wahl – schließlich steht viel auf dem Spiel. Aber hey, kein Druck!
Um den Geschmack der Liebsten zu treffen, hilft eine kleine Analyse ihrer Lieblingsschmuckstücke. Profitipp: Fotos davon sowie ein Bild der Braut zur Beratung bei Juwelier oder Goldschmied mitbringen. Auch enge Freundinnen oder die Mutter der Braut stehen sicher gerne als Entscheidungshilfe zur Verfügung.
„Woher kennt er die richtige Ringgröße?“
In Deutschland wird der Verlobungsring traditionell am Ringfinger der linken Hand getragen. Gibt es einen Ring, den die Braut bereits an dieser Hand trägt? Clevere Bräutigame leihen sich diesen unbemerkt aus der Schmuckschatulle aus, um an die Maße zu kommen. Einfach den Ring auf ein Blatt Papier legen, den Innendurchmesser mit Bleistift nachzeichnen und mit zum Juwelier nehmen. Sollte der Ring trotz allem nicht passen, können aber meist auch im Nachhinein noch Größenanpassungen vorgenommen werden.
„Wie viel soll der Verlobungsring kosten?“
Die vielzitierte Regel, nach der ein Antragsring mindestens drei Monatsgehälter kosten soll, gilt schon lange nicht mehr. Egal, ob es ein filigraner Ring mit kleinem Stein oder ein ringsum mit Brillanten ausgefasster Platinring werden soll – wichtig ist ein hoher Qualitätsanspruch bei Material und Verarbeitung, damit der Ring für viele Jahre Freude bereitet und beispielsweise zu einem späteren Zeitpunkt umgearbeitet werden kann.
Einfach nur brillant
Bei einem klassischen Verlobungsring spielt einer ganz klar die Hauptrolle: ein facettenreich funkelnder Diamant! Und das liegt nicht nur an seiner betörenden Optik und seinem materiellen Wert, sondern auch an der emotionalen Aussage. Denn die edlen Steine gelten als selten und kostbar, als beständig und quasi unzerstörbar – wie eine gute Ehe. Das solltet ihr beim Kauf wissen.
Die Qualität
Anhand der sogenannten „4 C“-Kriterien werden Diamanten bewertet:
Carat (Gewicht): Das Karat, abgekürzt Kt oder ct, ist die Gewichtseinheit für Edelsteine. Ein Karat entspricht 0,2 g.
Colour (Farbe): Für den Laien farblose Steine teilt der Fachmann in verschiedene Farbklassen ein, von „getönt“ (Klasse Z) bis hin zu „hochfeines Weiß“ (Klasse D).
Clarity (Reinheit): Die Reinheitsskala reicht von „Piqué III“ (mit bloßem Auge leicht erkennbare Einschlüsse) bis „Flawless“ (auch bei zehnfacher Vergrößerung lupenrein).
Cut (Schliff): Bei einem perfekt geschliffenen Diamanten sind dessen Facetten so angeordnet, dass das Licht in einem bestimmten Winkel reflektiert wird, der das Feuer des Juwelen erstrahlen lässt.
Der Feinschliff
Das sind die gängigsten Schliffformen bei Diamanten:
Brillant: Mit besonders hoher Facettenzahl (mind. 32 Facetten im Oberteil, mind. 24 im Unterteil), die für enorme Brillanz sorgt.
Tropfen: Zwei bogenförmige Seiten, ein abgerundetes und ein spitz zulaufendes Ende.
Princess: Aufbau des Steins wie eine Pyramide mit quadratischem Dach, mit dreieckigen Facetten für eine moderne Optik.
Baguette: Rechteckige Form, bei der die Oberfläche (Tafel) meist doppelt bis dreimal so lang wie breit ist.